Ab in die Schule 2024
Das FOCUS-Institut begleitet mit Studien die Entwicklungen rund um die Einstellungen und das Konsumverhalten der österreichischen Bevölkerung betreffend verschiedener Warenbereiche. Die aktuellste dieser Studien (Online-Befragung, n=501, repräsentativ für die webaktive Bevölkerung Österreichs nach Geschlecht, Alter und Bundesland, max. Schwankungsbreite +/- 4,4%) zeigt, dass die finanzielle Belastung der Österreicher*innen zu Schulbeginn durch den Kauf diverser Schulartikel anhaltend hoch ist – im Vergleich zum Jahr 2022 gibt es jedoch eine positive Entwicklung.
Konkret sind fast drei Viertel der in Österreich lebenden Personen der Meinung, dass die Preise der Schulutensilien im Vergleich zum Vorjahr gestiegen sind. Nicht einmal 1% vertritt der Meinung, dass die Preise derartiger Produkte gesunken sind, während 27% der Befragten die Preise als gleichbleibend zum Vorjahr sehen. Als Vergleich dazu: bei der letzten FOCUS-Umfrage zum Thema Schulutensilien im Jahr 2022 gaben 84% der Befragten an, dass die Preise gestiegen seien, nur 15% hielten diese damals für gleichgeblieben.
Im Hinblick auf die vergangenen Jahre gibt knapp ein Drittel der Schulutensilienkäufer*innen an, dass der Erwerb von Schulutensilien in den meisten Jahren eine spürbare finanzielle Belastung war. Für 40% der Konsumenten*innen waren die Kosten für derartige Produkte zwar bemerk-, aber noch leistbar. Für 29% der Befragten innerhalb dieser Gruppe war der Erwerb von Schulutensilien in den meisten Jahren finanziell kaum bzw. nur leicht spürbar.
Ein etwas anderes Bild ergibt sich im Hinblick auf den Erwerb von Schulutensilien heuer: 37% der Schulutensilienkäufer*innen empfinden die Ausgaben für Schulutensilien als eine größere finanzielle Belastung als im Vorjahr. 46% der Schulutensilienkäufer*innen erachten den Erwerb derartiger Produkte gleich herausfordernd, 17% fällt der Kauf von Schulutensilien heuer leichter als im Jahr zuvor.
Die Ausgaben für Schulutensilien werden also nach wie vor von vielen Befragten als finanzielle Belastung wahrgenommen, von mehr als zwei Drittel sogar als eine größere Belastung als im Vorjahr – betrachtet man diese Zahlen aber im Vergleich mit den Ergebnissen aus dem Jahr 2022, so sieht man, dass dies dennoch eine positive Entwicklung darstellt. Vor zwei Jahren waren fast 20% mehr der Meinung, dass der Schulutensilienkauf eine größere Belastung als im Vorjahr darstellen würde, nur 11% (im Gegensatz zu 17% heuer) gaben an, dass der Erwerb leichter fallen würde als im Jahr zuvor.
Betrachtet man die wichtigsten Kriterien beim Kauf von Schulutensilien, so zeigt sich vor allem im Zeitverlauf ein gut zu den vorherigen Ergebnissen passendes Bild. Der Preis wird so wie schon in den Jahren 2021 und 2022 am häufigsten als wichtiges Kriterium genannt (73%) – Kriterien wie Qualität, Umweltfreundlichkeit des Produkts und Gütesiegel haben aber im Vergleich zu 2022 in unterschiedlichem Ausmaß wieder an Wichtigkeit gewonnen (Qualität: 56 zu 64%, umweltfreundliches Produkt: 16 zu 20%, Gütesiegel: 9 zu 6%). 
Die Preissensibilität der Konsument*innen ist also nach wie vor gegeben, allerdings nicht mehr in demselben Ausmaß wie noch vor 2 Jahren – dementsprechend gewinnen andere Kaufkriterien wieder an Bedeutung.
Diese österreichweite FOCUS-Befragung wurde im August 2024 durchgeführt (26.-31. August 2024). Die maximale Schwankungsbreite liegt bei +/- 4,4%. Genauere Details und Unterschiede zwischen den einzelnen soziodemographischen Gruppen sind bei Bedarf verfügbar.




