Stimmung & Perspektiven zu 2022 Österreich und Deutschland – Copyright by FOCUS

Das FOCUS-Institut begleitet mit Studien die Entwicklungen rund um die Perspektiven und die Zufriedenheit der österreichischen Bevölkerung aber auch anderer europäischen Länder.
Die aktuellste dieser Studien, die sowohl in Österreich als auch in Deutschland durchgeführt wurde (online Befragung, AT: n=502; DE: n=1.003, repräsentativ für die webaktive Bevölkerung Österreichs und Deutschlands nach Geschlecht, Alter und Bundesland, max. Schwankungsbreite: AT: +/- 4,4%; DE: +/3,1%), zeigt, dass Österreicher*innen optimistischer als Deutsche bezüglich des neuen Jahres sind. Konkret geben 43% der in Österreich lebenden Personen an, dass sie das neue Jahr als vielversprechend im Vergleich zum Vorigen sehen. Für das deutsche Publikum liegt der Wert bei 38%. Während 39% der Deutscher empfinden, dass 2022 für alle schwieriger als das vorige Jahr sein wird, vertreten „nur“ 27% der Österreicher*innen diese Ansicht.

 

Die Analyse nach soziodemografischen Merkmalen deutet darauf hin, dass Unterschiede zwischen den beiden Ländern betreffend die Altersgruppen bestehen. In Österreich steigt mit zunehmendem Alter die optimistische Aussicht für das neue Jahr, während in Deutschland eine negative Meinung zu 2022 vor allem innerhalb der Personen über 50 Jahren verbreitet ist.

 

Neben den Unterschieden bezüglich Altersgruppen der vorliegenden Länder und ihre Einstellungen zu 2022, lassen sich auch Ähnlichkeiten beobachten. Sowohl in Österreich als auch in Deutschland ist erkennbar, dass Personen aus einkommensstärkeren Haushalten und Personen mit höheren Schulbildung das neue Jahr besser als das vorige sehen.

 

Inflation, Armut und Umweltanliegen sind Herausforderungen, die die österreichische und die deutsche Gesellschaft gleichermaßen beunruhigen. Auffällig ist die Diskrepanz zwischen den beiden Ländern in Bezug auf Arbeitslosigkeit, Migration & Flüchtlingskrise, Terrorismus und Corona. Arbeitslosigkeit wird in Österreich von 37% der Befragten als große Herausforderung wahrgenommen, in Deutschland hingegen nur von 18%. 33% der in Österreich lebenden Personen machen sich Sorgen betreffend Migration & Flüchtlingskrise; der Anteil beträgt in Deutschland 26%. Corona wird in Deutschland von 75% und in Österreich von 64% als Herausforderung identifiziert. Terrorismus wird von 11% der Deutschen als Herausforderung für 2022 eingestuft, während das Thema nur für 6% der Österreicher*innen als relevant für das
eigene Land in 2022 betrachtet werden kann.

 

Unterschiede zwischen der Bevölkerungen der zwei Länder können auch in Bezug auf die wahrgenommene Zufriedenheit nach verschiedenen Typen von zwischenmenschlichen Beziehungen beobachtet werden. Das österreichische Publikum ist im Durchschnitt mit seinen (engeren) Freundschaften, emotionalen bzw. intimen Verhältnissen und mit seiner Beziehung zu Kollegin*innen und zu Personen aus seinem Bekanntenkreis zufriedener als die in Deutschland lebenden Personen.

 

Diese österreich- und deutschlandweite FOCUS-Befragung wurde im Jänner 2022 durchgeführt (AT: 27. 31. Jänner; DE: 27. Jänner 2022). Die maximale Schwankungsbreite liegt bei AT: +/- 4,4% und DE: +/- 3,1%. Genauere Details und Unterschiede zwischen den einzelnen soziodemographischen Gruppen sind bei Bedarf verfügbar.

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